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Verwunderliches aus der Forenwelt

Langsam aber sicher frage ich mich, warum man in so vielen Foren so merkwürdig mit dem Thema „Musik“ umgeht. Also nicht, dass Musik nicht gehört wird. Nur eben die Art und Weise, wie mit den Meinungen anderer umgegangen wird und wie vehement doch die eigenen favorisierten Künstler kritiklos über alles stellt. Und vor allem auch, wie ernst das alles dann genommen wird.


Das aktuelle Beispiel:
Eigentlich handelte es sich um mit Photoshop bearbeitete Bilder der Band und dem Zusatz:
"Vote for Cinema Bizarre! Cinema Bizarre for Eurovision Songcontes in Belgrad!"

 
Mein Kommentar dazu war:
"Ich werde garantiert nicht für Tokio Hotel auf Drogen 'voten' .......... aber die Bilder hier schau ich mir dennoch gern an :D"

Die Reaktion darauf kam zuerst von Person A:
"Äh ja find ich jetzt nicht so klasse, dass du die so bezeichnest, weil ich es hasse wenn man CB mit Tokio Hotel vergleicht, aber dennoch danke für deinen Kommi^^"

Spätestens da hätte ich sagen müssen: Warum hassen? Man kann doch vergleichen wen mit wem man will. Wo ist das Problem? Als Linkin Park ihr neustes Album veröffentlichten verglich ich es mit dem aktuellen U2 Werk ‚How to dismantle an atomic bomb’. Was aber auch recht offensichtlich war. Oder ‚The Good, the Bad & the Queen’. Die Einflüsse sind ja nun wirklich keiner eigenen Idee entsprungen, warum nicht also nachdenken, woher man die eine oder andere Melodie in anderer Form kennt? Vergleichen ist erlaubt und, wenn man dabei nie den Spaß aus den Augen verliert, eine unterhaltsame Veranstaltung für Abende, an denen auf jedem Sender US-Kriminalserien laufen.

Aber, dabei blieb es ja nicht. Wie bei jeder guten Diskussion im Internet mischen sich auch stets Leute ein, die eigentlich nichts zum Thema beizutragen haben, sondern nur ihre Aversionen gegen andere zum Vorschein bringen wollen. In diesem Fall also gegen mich.
"Wie schön, dass du so unheimlich tolerant und überhaupt nicht voreingenommen bist. Oasis sind für mich langweilige Kerle frisch aus dem Sperrmüll imoprtiert, aber ich mecker doch deswegen auch nicht rum, oder? Uns interessiert es wohl alle herzlich wenig, ob du für sie votest oder nicht - und Cinema Bizarre mit TH zu vergleichen ist wirklich unter aller Sau. Bin kein Fan von ihnen, aber du musst auch berücksichtigen, dass sie eine komplett andere Musikrichtung haben.
Find's schade, dass sich manche Menschen so aufführen müssen...hoffentlich wirst du dich niemals für deinen Musikgeschmack schämen müssen oder fällst deswegen auf die Schnauze. Naja...ich wünsche dir einsichtige Tage und halt dich doch mal zurück mit deinen Sticheleien. Langsam find ich es nicht mehr lustig/intelligent/was auch immer "

 
Kinder, das alles an dem Tag, an dem ich meine IHK Zwischenprüfung hinter mich gebracht hatte. Kurz um, es war abends, ich hatte meinen Wein, ich lauschte den Klängen von Blur, ich war entspannt. Und auf einmal….. war ich amüsiert. Ganz ehrlich, was will man darauf antworten? Also, nehmen wir den Beitrag noch einmal unter die Lupe und analysieren wir den Inhalt beziehungsweise kommentieren den selbigen.

"Wie schön, dass du so unheimlich tolerant und überhaupt nicht voreingenommen bist."
Ah, da hat wohl jemand die Goldwaage ausgepackt. Merke: Wer im Foren ohne Smileys arbeitet gerät schnell in die Verlegenheit, dass man seine Worte als Provokation und persönlichen Angriff auffasst. Dauernd muss man zwinkern, grinsen, winken. Hat jemand von euch schon mal einen Zeitungsartikel mit dümmlichen Figuren gesehen die die Intention des Autors erklären und entschärfen sollen? Nein? Denkt mal drüber nach.

"Oasis sind für mich langweilige Kerle frisch aus dem Sperrmüll imoprtiert, aber ich mecker doch deswegen auch nicht rum, oder?"
Ich finde ja, Oasis, oder eher Noel Gallagher in seiner Funktion als Songwriter,  ist nicht der beste Lyriker und könnte problemlos als größter Plagiatsverbrecher der Musikgeschichte eingehen. Seine Kommentare sind nicht immer besonders intelligent und ‚Wonderwall’ ist absoluter Kitsch. Eigentlich könnte ich gleich bei anderen meiner Lieblingsbands so weiter machen. U2 zum Beispiel. Dieser Fanatiker mit Sonnenbrille, dieser Gutmensch, diese klischeebesetzten Texte, dieser Pathos. Und Pink Floyd? Selbstverliebte Gigantomanie. Größenwahnsinniger Art-Rock für Kunststudenten und einen Bassisten, der wegen Arroganz und Realitätsverlust vor seine eigene Wand gestellt gehört.
Und, um eines zu verdeutlichen, Oasis, U2 und Pink Floyd sind die Bands, die in meinem Plattenregal auf Griffhöhe stehen. Die mit denen ich aufwache, aufstehe, unterwegs bin und abends einschlafe. Von daher wage ich die dreiste Behauptung: Ich kann mich mit der Musik, den Texten und den Musikern kritisch auseinander setzen. Mit platten Äußerungen bin ich von daher also schon mal gar nicht zu beeindrucken. Sie entlocken mir nur ein: Ach? Und sonst so?
Hier hat jemand den Unterschied zwischen ‚meckern’ und Ironie nicht so ganz verstanden. Wie gesagt, ich hatte wohl einen Smiley zu wenig benutzt.

"Uns interessiert es wohl alle herzlich wenig, ob du für sie votest oder nicht - und Cinema Bizarre mit TH zu vergleichen ist wirklich unter aller Sau."
Und die Aufforderung für sie zu stimmen war von Allgemeininteresse? Sicher nicht. Aber wenn es nach Interesse geht, also nach wirklichem Wert, dann könnten wir 90% aller Blogs schließen und 95% aller Foren.
Zum Thema ‚Vergleich’ siehe oben.

 "Bin kein Fan von ihnen, aber du musst auch berücksichtigen, dass sie eine komplett andere Musikrichtung haben."
Ja. So wie U2 und Linkin Park. So wie Oasis und Blur, so wie die Beatles und die Rolling Stones…… aber seid wann muss etwas ähnlich sein, um es vergleichen zu dürfen? Ist es nicht gerade interessanter dort Gemeinsamkeiten zu vermuten, wo sie nicht auf den ersten Blick erkenntlich sind? Abgesehen davon habe ich ja nicht einmal einen ernsthaften Vergleich gezogen. Kann ich auch nicht. Denn was Cinema Bizarr angeht kenne ich nur drei Lieder und positiv fällt mir dabei auch nur die tiefe Stimme des Backgroundsängers auf. Tokio Hotel dagegen halte ich zwar nicht für kulturell wertvoll, aber immerhin für gut produzierte Musik die Jüngere anspricht. Warum auch nicht, jeder Generation seine Musik. Und da mich die geschminkten Pseudo-androgynen nicht ansprechen wähle ich Tokio Hotel, die singen wenigstens auf Deutsch und haben bei den MTV Europe Awards 2007 eine handfeste Show hingelegt. Zu den Fans der Band sage ich allerdings mal lieber nichts. Und zu den Äußerungen der Herren Kaulitz schweige ich ebenfalls.
Merke: Nicht jeder der Musik macht hat auch was im Kopf. Muss aber auch nicht sein, sonst befänden sich NME, Sun, BILD und Co. In einer problematischen Situation.

"Find's schade, dass sich manche Menschen so aufführen müssen..."
Ja, da hast du vollkommen recht. Es ist schade wie primitiv aus einer Mücke versucht wird einen gehaltvollen Elefanten zu zaubern.

"hoffentlich wirst du dich niemals für deinen Musikgeschmack schämen müssen oder fällst deswegen auf die Schnauze."
Zu spät. Hier nun eine Auflistung von Bands, Musikern und Projekten die ich einst hörte und die ich nicht mehr in meinem Regal stehen haben möchte:
Blümchen
Scooter
Spice Girls
Caught in the Act
Destiny’s Child
Erotic
Dr. Albarn
Haddaway
David Hasselhof

Und was das ‘auf die Schnauze fallen’ angeht, von der Ausdrucksweise mal abgesehen, ich bin Grönemeyer und U2 Fan, ich bin das hinfallen gewohnt. Ganz böse wird es für mich auch wenn ich im Rolling Stone-Forum frage, was denn an Dylan nun so herausragend ist. Aber eigentlich falle ich ja nicht wirklich hin. Ich stehe zu meiner Musik und lasse mich aber auch gern belehren, wenn ich mit meinen Äußerungen falsch liege. Deswegen bin ich dort ja so gern, weil die Leute da mehr Ahnung haben, wovon ja letztenendes auch ich profitiere. So wie ich jeden bewundere, der auf einer Blur-Party mit einem Rosenstolz T-Shirt aufläuft. Da gehört schon Mut zu. Obwohl, mutiger wäre es mit einem S04-Schal im BVB Block zu stehen. Oder mit einem Pauli Trikot bei den Hansa Fans…. Oder mit einem James Blunt T-Shirt auf ein Oasis Konzert zu gehen……

"Naja...ich wünsche dir einsichtige Tage und halt dich doch mal zurück mit deinen Sticheleien. Langsam find ich es nicht mehr lustig/intelligent/was auch immer "
Ich wünsche einsichtige Monate, Tage reichen da ja anscheinend schon nicht mehr aus. Und Baldrian. Denn wenn das schon nicht mehr ertragen werden kann, dann ist die Reise im Netz eine sehr gefährliche für Herz und Kreislauf.

8.3.08 13:58


Warum Nirvana die meist überschätze Band der 90er ist

"Hm? Nö, irgendwie sagt mir das alles nichts. Konnte der überhaupt Gitarre spielen?"

"Bitte? Das ist jetzt nicht dein ernst, oder?"

"Doch....... das beste Album der ersten 90er Hälfte ist immer noch 'Achtung Baby'. Oder 'Songs of faith and devotion'. Oder 'Division Bell'. 'Nevermind' ist... hm.... ach, gibt halt besseres."

Es kommt ja immer wieder vor, dass gewisse Grundstimmungen innerhalb bestimmter Gesellschaftsschichten eine besondere musikalische Untermalung erhalten. Hinterher nennt man das dann Jugendbewegung. Hat es immer schon gegeben, wird es auch immer wieder geben. Beatnicks, Hippies, Mods, Punker, Popper, Goths und.... Flanellhemdentragende desillusionierte Jugendliche aus dem Nordwesten der USA. Damit diese Minderheit an Steuerzahlern allerdings eine Stimme fand brauchte es erst einmal drei Musiker. Ach, was sag ich da. Es brauchte einen Musiker, einen Messias, einen Propheten.... Kurt Cobain. Zusammen mit seinen beiden Begleitmusikern Kris Novoselic und Dave Grohl schreibt er 1991 Musikgeschichte.

Das Cover – legendär. Ein nackter Säugling, der unter Wasser nach einem Dollarschein taucht.

Der Name – Nevermind.

Album Nummer 2 brachte die Charts zum rotieren, versetze die Musikjournale in Verzückung und ... sorgte für die sprungartige Vermehrung von bunten Holzfällerhemden. Ein Album von epochaler Auswirkung. Keine Top-10 Liste kommt ohne aus und jeder jenseits des Mainstreams findet es ganz selbstverständlich „unglaublich beeinflussend“.

Und jetzt? Nevermind ist über 15 Jahre alt, der Heilsbringer nahm sich 1994 unter Drogeneinfluss das Leben. Und wie sich das gehört, natürlich im erstrebenswerten Alter von 27 Jahren. Angeblich war aber nicht er das, sondern die böse Courtney. Doch egal wer es war, es gab ein paar Irre, die es dem Musiker in den tagen darauf nachmachten. Selbst heute findet man noch auf vielen Rucksäcken und Schreibblöcken den Satz, der in Cobains Testament stand „It’s better to burn out than to fade away“. Der Ritter von der traurigen Gestalt – ein Idol für andere?
Ich behaupte, nein. Die Bühnenperson Kurt Cobain war eine Mischung aus Weltentfremdung, Zurückgezogenheit, Aufgabe und Schicksalsschlägen. Eben das, womit sich Teenager beschäftigen. Die Welt wird nicht verstanden, die elitären Erwachsenen sind so fremd und die Zukunft ungewiss. Jetzt soll mir mal einer sagen, in welcher Teenagergeneration das nicht so ist. Eine Jugendkultur also bestehend aus der Normalität? Ohne Versuch soziale und politische Strukturen zu verändern? Das ist keine Bewegung, sondern Trend. Da obena uf der Bühne, da jammert einer. So wie wir. Und keiner versteht ihn, so wie uns. Und er ist so sensibel, so wie wir. Die Emos der 90er.. nur ohne Kajal.
Und wie diese war der Grunge vor allem in kommerzieller Hinsicht erfolgreich. Pearl Jam, Soundgarden, Alice in Chains, Silverchair..... Doch was bleibt hinter dem kurzweiligen Erfolg? Was ist noch übrig von dem, was in der Mitte des letzen Jahrzehnts ein jähes Ende fand? Wo bleibt der Einfluss?

Künstlerisches kann es nicht sein, dafür waren die Strukturen eines Nirvanasongs zu simpel. Und textlich? Cobain kann von mir aus weiterhin als Poet verklärt werden, bessere Texte aber haben seinerzeits andere geschrieben. Nirvana profitiert demnach weiterhin vom Mythis Cobain. Von seiner Energie, von Melancholie, seichter Gesellschaftskritik und demjenigen, der sich für seine Generation geopfert hat. Es hat aber auch nie jemand behauptet, dass Talent und Können alleine eine Legende schaffen. Nur eben, dass manche Legenden im Laufe der Zeit ausgebaut werden, glorifiziert. Gibt es noch einen hippen, alternativen Indiehörer ohne Cobain-Button? Und warum ist es geradezu ein Frevel zu sagen: Nirvana? Hm... ne.... gibt besseres? Weil man das nicht hören will. Einen Mythos stellt man nicht in Frage, er ist absolut.
Doch das was nicht hinterfragt wird ist meistens ohne Inhalt. Die Bedeutung von Nirvana? Einzig der Beweis dafür, dass große Majorlabels mehr Mut zu grobkörnigen Sound und seltsamen Musikern hätten haben sollen. Mit dem Grunge begann das Zeitalter von Alternative. Er hat ihm die Tür geöffnet und ist dann sang und klanglos verschwunden. Das sollte bedacht werden. Das ist wichtiger als einen drogenabhängigen, sich selbst zerstörenden Junkie weiter als Symbolfigur zu sehen.

11.1.08 17:44


Jahresrückblick 2007

2007 war musikalisch irgendwie so wie 2006. Nur schlimmer. Zumindest wenn man keinen gescheiten Radiosender empfing oder sich nicht auf Insidertips verlassen konnte / wollte. Denn dann sass man da, im Jammertal des Indierocks, des Emopops und verpasste unter anderem die Rückkehr der Elektronik in die Rockmusik, den Triumph von Damon Albarn oder gar das Voranschreiten des New Raves. Ja, 2007 liess es sich verdammt gut Musik hören, wenn man denn nur wollte.

Beginnen wir also mit dem Schund, den Kajalrockern, den Emos. Pubertierende Jammerlappen mit Pickeln, schlechtem Kajalstrich und uninspirierten Texten. Die Welt ist grausam zu uns sensiblen Individualisten, sie ist böse, gemein und ach so ungerecht.

Ich sage: Ja und? Wen zum Geier interessiert dieser Schrott? Gejammert wurde immer schon, hat aber nie etwas verändert. Geschminkte Männer sahen bei Kiss oder Rocy Music besser aus und Instrumente beherrscht eh fast jeder besser. Austauschbare Stimmen und Texte als Soundtrack für eine Generation, die sich ihre Persönlichkeit bei H&M zusammen kauft. Weltverweigerung als Jugendkultur? Hab es schon mal, aber Punk ist nicht zu Unrecht tot. Warten wir also nach Grunge und Britpop auf die nächste wirkliche Jugendbewegung, die auch nachhaltig beeindruckt. An dieser Stelle muss gesagt werden, Techno ist keine Bewegung, sondern geistige Verwirrung.

Nervende Gören gab es 2007 leider immer noch. Nevada-Tan, La Fee. Den Vogel angeschossen aber hat Jimmy Blue, oder wie der Ochsenknechtnachwuchs heißt. Setzt sich ein schräges Hütchen auf, posiert wie ein zu kurz geratener Justin Timberlake und lässt im Hintergrund minderjährige Möchtegern Lolitas tanzen. Die Musik klingt dann nach einem übermotivierten Produzenten mit Kaffeeüberdosis. Zich mal durch den Computer gejagt und für charttauglich empfunden. Für die visuelle Umsetzung besorgt man sich dann noch einen lächerlichen Choreographen et voila, Talentlosigkeit hat wieder einmal gesiegt. Aber immerhin, dank solcher Testobjekte für von der Leyens Alkoholeinkäufe im Supermarkt weiß man handgemachtes immerhin wieder mehr zu schätzen.

Hip-Hop nervt immer noch. Bushido, Fler, KIZ. Berlin ist die Hölle und Aggro Berlin gehen überall ein und aus, äußern sich ungefragt zu allem und haben hinterher viel erzählt, aber doch nichts zu sagen. Es wird geprollt, beleidigt und skandiert bis einem das sinkende Niveau zu spontanem Brechreiz in der U-Bahn animiert. Über die dort vorhandenen Anhänger dieser Ohrenfolter lasse ich mich mal lieber nicht aus. Egal was ich sage, ich bräuchte erst einmal ein Wörterbuch um meine Gedanken in deren Sprache übersetzen zu können. Angenehm positiv hebt sich allerdings die Altherrenliga vom Proletariat ab. Die fantastischen Vier kamen zurück, gaben sich gewohnt lässig und verwiesen die jugendlichen Platzhirsche gekonnt auf die Plätze. Hip-Hop made in Germany, gefällt ja doch und macht dabei auch Spaß.

Überhaupt bietet die deutsche Mundart wieder erfrischendes wie lange nicht mehr. Tocotronic setzen sich mit „Kapitulation“ ganz selbstverständlich in das Plattenregal und machen es sich dort neben Locas in love und Karparenhund gemütlich. Sportfruende Stiller haben sich vom Fußball erholt und alles ist Roger. Die Ärzte fallen in ein kreatives Loch und finden selbst dort mehr Glanzlichter als so manch anderer und Herbert Grönemeyer hat nach seinem persönlichen Opus Magnus „Mensch“ einen würdigen Nachfolger zustande gebracht. Live unterwegs streiten sich die Beatsteaks mit Seed um den Konzertkönig 2007. Vielleicht gewinnt aber auch ganz wer anders, ist ja noch nicht vorbei, die Konzertsaison.

Spaß hat es auch gemacht, das Ergebnis der neuen Babyshambles Platte „Shotter’s Nation“ anzuhören. Der Britpop hat überlebt, wird überleben. Dank einem Songwriter wie Pete Doherty. Wer braucht schon Röhrenjeanstragende Indierocker? England ist zurück und schickt mit den Klaxons, Bloc Party und Maximo Park ins Rennen. Zum Zugpferd wird allerdings das Projekt The Good, the Bad & the Queen. Damon Albarns Allstarband könnte auch „London Calling Volume 2“ heißen. Einst mit Blur gegen Oasis verloren, mit den Gorillaz Musikgeschichte geschrieben und jetzt sogar Noel Gallagher wohlwollende Worte entlockt.

Der hingegen muss 2008 beweisen, ob er „Don’t believe the truth“ steigern und wieder zu alter Hochform gelangt. Und was da nicht alles noch auf uns zukommen wird. Die Reunion und das neue Album von The Verve. Back to the roots mit den Toten Hosen. Ein neues Album von Depeche Mode, vielleicht auch was von Muse. Oder gar Franz Ferdinand? Kündigt Roger Waters das nächste Pink Floyd Zusammentreffen an? Werden Konzerttickets noch teurer und wer wirft das nächste Vermarktungskonzept auf dem Markt um Radiohead zu übertrumpfen? Vielleicht wird 2008 aber auch ganz unspektakulär. So mit Indierock aus Holland und Elektro aus Italien. Mit einem richtigen Sommerhit. Mit neuen Unpersonen und... irgendwie ... mit Musik.

PS:
Kein Rückblick ohne die Stimme des Volkes, Noel Gallagher. Der schlug sich immerhin als nächsten Premierminister in England vor. Gewonnen hat ja bekannter Weise jemand anders, das Wahlprogramm aber war bestechend:
"I might stand for election myself, to be honest. I've worked this out and I reckon I could sort out the country in a year and a half. I'd definitely bring back hanging - that's for starters. All these violent offenders - you get convicted three times by three separate juries then you're going to the gallows. If by any off-chance some evidence comes up that you might have been innocent and could prove it beyond reasonable doubt, then your next of kin gets £500,000. Vote for me. The streets would be a lot safer and I could sort public transport out - half a year, that would take."

Na dann.. wäre auch zu schön geworden.
26.12.07 19:54


Da samma dabei....

Hilfe, ein Blog. Und er ist neu und eigentlich total sinnentleert. Somit gehört er zur Mehrheit aller Blogs, denn er dient einzig und alleine meinem Amüsement. Oder eher meinem Zeitvertreib. In Mittagspausen, während der Schule, so nebenbei. Ja, ein Blog ist halt flexibel. Im Gegensatz zu mir. Ein Blog ist geduldig, braucht nicht viel Pflege, knurrt nicht wegen Futter und ist leicht zu ignorieren. Das ideale Haustier für den gediegenen Web 2.0 Nutzer. Die einzige Bedingung, die ich an meinem Blog stelle, ist das Thema. Warum über sich selber schreiben, wenn man die Fehltritte anderer kommentieren kann? Wenn man sich auslässt über schlechte Musik und sich unglaublich toll vorkommt, weil man eine ach so alternative Gruppe hochjubelt?
Thema erkannt? 5 Kekse für denjenigen, der da jetzt noch nicht hinter gestiegen ist.

26.12.07 19:49





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